Lübeck-Vorbereitungen, Teil 2: Hotel und Nahverkehr

Ich habe mir in Lübeck ein Hotel gesucht, das ziemlich nah am Uni-Campus liegt, wo ja die Konferenz stattfindet — was den unschlagbaren Vorteil bringt, dass ich ein paar Minuten länger schlafen kann. Geht ja schon um 9 los jeden Tag. Gebucht habe ich schon vor einiger Zeit über HRS, um den Steuerzahler nicht zu sehr zu schröpfen ;-). Die Wahl fiel auf das Traveller Hotel, wo ich auch WLAN und/oder Ethernet auf dem Zimmer haben werde.

Vom Hotel zur Konferenz sind es ein wenig über 2 Kilometer Strecke, das kann man bequem laufen, alternativ gehts auch mit dem Bus (mit der 2 ab Overbeckstr. zurück zur Stadthalle, ab da mit der 9 oder 19 zur Haltestelle Fachhochschule), aber da ist einmaliges Umsteigen nötig und mit dem Weg zur Haltestelle ist man dann auch schnell bei 20 Minuten, lohnt also nicht. Zum Glück ist das alles völlig stressfrei, denn ein Nahverkehrsticket für die gesamte Konferenzzeit ist in der Tagungsgebühr enthalten.

Lübeck-Vorbereitungen, Teil 1: Einleitung

Am nächsten Sonntag geht es auf Dienstreise nach Lübeck zur Mensch & Computer 2008. Ich werde dort in einem halbstündigen Vortrag CollaborationBus Aqua, meine Bachelor-Arbeit also, dem Fachpublikum vorstellen. Da ich ausschließlich als Tagungsbesucher anreise (und keine SV-Pflichten habe), werde ich hoffentlich genug Zeit haben, viele andere Vorträge zu besuchen und wenn alles gut geht auch etwas Freizeit in Lübeck haben. Die Kamera wird dabei sein, hab mir vorgenommen mindestens eine Foto-Tour zu machen.

Die Anreise beginnt Sonntag früh um 08:52 Uhr am Weimarer Hauptbahnhof, wo ich mit Mirko zunächst mit einem RE nach Göttingen fahren werde. Dort steigen wir in den ICE nach Hamburg und wechseln ab Hamburg nochmal kurz in einen RE zum Ziel der Reise. Wenn alles planmäßig verläuft, sind wir 13:57 Uhr da. Der Plan ist, dann erstmal in die Hotels einzuchecken und später die Tagungsanmeldung vorzunehmen sowie einen Ausflug in die Innenstadt zu unternehmen.

Zum Hotel und meinen Nahverkehrsplanungen später mehr, in Teil 2.

Das haben wir uns nicht nehmen lassen.

Nach der durch meine Reifenpanne verhagelten Runde letzte Woche haben wir es uns nicht nehmen lassen, diese einfach nochmal zu fahren. Natürlich nicht ohne angemessene Vorbereitung: in meinem Rucksack fanden sich dieses Mal Flickzeug, ein Ersatzschlauch und eine kleine Teleskop-Pumpe, um im Falle des Falles den durch die Ralphs angerichteten Schaden beheben zu können.

Aber dieses Mal blieb ich verschont (woran die 4.5 bar, die wir den Schläuchen verpasst hatten, wohl auch nicht unschuldig waren) und so konnten wir diese wunderschöne Strecke vollständig zu Ende fahren. Und wie schön das war! Insgesamt habe ich mich viel fitter gefühlt und habe auch den ersten Anstieg rauf ins Webicht (immerhin 16% am steilsten Stück) viel besser überwunden als letzte Woche. Nach dem Webicht folgten wieder die herrlichen Schotter-, Wald- und Feldabschnitte entlang des General-von-Rüchel-Wegs, bis wir schließlich nochmal den Sperlingsberg hochfuhren. Danach geht es eigentlich nur noch leicht bergab bis nach Ehringsdorf zurück. Die letzten Kilometer fast durchgängig auf Asphalt, wo wir die Chance nutzten und dank abwechselndem Windschattenfahren selten unter 38 km/h kamen. Ein herrlicher Abschluss, den wir ja beim letzten Mal nur schiebend erleben durften.

Ich habe bei everytrail wieder den Track hinterlegt, dieses Mal mit per GPS bestimmten Daten und freue mich schon auf die nächste Runde mit dem Dirk!

Spaß mit Ralph

Kapellendorf mit Dirk

Gestern habe ich eine wunderschöne Cross-Tour mit Dirk unternommen. Eine angenehme Runde von 35 Kilometern hatten wir uns vorgenommen, von Ehringsdorf über Umpferstedt nach Kapellendorf und dann über Hohlstedt, Hammerstedt, Lehnstedt und Mellingen wieder zurück.

Nach dem ersten Anstieg, der mir schon einiges abverlangte, ging es über einige schöne Schotterpisten und Feldwege zumeist sehr eben zu bis nach Kapellendorf, wo der Sperlingsberg wartete. Die Anstrengung hat sich gelohnt, wurden wir doch mit einer wunderschönen Aussicht Richtung Apolda belohnt. Dort entstand auch das Bild oben. Nach einer vollen Breitseite Gegen- und Seitenwind (Dirk: „So ne Abfahrt und nur 33, das geht doch gar ni!“) auf der Rückfahrt kehrte sich meine Stimmung dann schlagartig um 180 Grad. An einem leichten Anstieg kurz vor Lehnstedt erwischte es meinen Vorderreifen, die Luft im Schlauch verabschiedete sich leise zischend… das war damit der zweite Platten binnen 280 Kilometern. Und wieder ist der Defekt an der Innenseite zu finden, was eine Spezialität meiner Schwalbe Racing Ralph-Bereifung ist. So leicht und griffig dieser Reifen ist, er taugt einfach nicht für regelmäßige Trainingsfahrten… jedenfalls, wenn man nicht regelmäßig Flicken, Pumpen oder Schlauchwechseln möchte.

Wir sind dann erst nach Lehnstedt gelaufen, um dort festzustellen, dass der letzte Bus 2 Stunden zuvor fuhr… 3 Kilometer weiter in Mellingen fuhr der pünktliche Bus einfach an uns vorbei, er hatte wohl keine Lust, die Räder mitzunehmen. Da waren die verbleibenden 4 oder 5 Kilometer bis nach Ehringsdorf auch fast egal und so beendeten wir die fehlenden 10 Kilometer der Runde also schiebend. Ganz schön doof.

Eine grobe Skizzierung der Tour gibt es bei everyTrail.

Die Runde fahren wir auf jeden Fall bald nochmal. Vollständig!!!

P.S. der Dirk hat auch einen kleinen Bericht geschrieben.

Musik-Empfehlung, die xy-te

trent

Durch Zufall bin ich am Samstag auf eine Aufzeichnung des Trentemøller-Auftritts beim letztjährigen Roskilde-Festival gestoßen. Trente-Liveaufnahmen sind eher rar, bzw. meist inoffiziell. Es gibt ein paar bestechend schöne Live-Mixes (Pure Future, BBC Radio 1 Essential z.B.), die aber tonqualitätsmäßig ziemlich dürftig sind.

Jetzt gibt es also eine kleine 4-Track-EP im iTunes Store (sogar als DRM-freie Plus-Version!) und da habe ich nicht widerstehen können, kostet auch nur 2.50 Euro. Die 4 Tracks gehören zu den bekanntesten und auch atmosphärisch schönsten und stammen größtenteils von „The Last Resort“. Absolut beeindruckend ist das Publikum, das bald völlig ausflippt, als die ersten Töne von „Miss You“ anklingen. Verständlich, ist ja auch ein Über-Lied.

Wer mal intelligente elektronische Musik ausprobieren möchte, mit viel Herz und Atmosphäre, ganz weit weg von Disco-Zappel-Musik, dem sei dieses kleine Album sehr empfohlen. Viel Spaß!

Na, da kann ja nichts mehr schiefgehen heute abend.

Hanuta

Kurzes Meinungsbild: Funktionsklamotten mit Spezial- oder Feinwaschmittel reinigen?

Ich frage mich gerade, ob es wirklich sinnvoll ist und viel bringt, ein paar Euro mehr für ein spezielles Funktionsklamottenwaschmittel (z.B. Perwoll Sport) auszugeben — hat da einer von euch schon Erfahrungen mit?

Es geht um Rad- und Laufklamotten: Hosen, Socken, Shirts… in Anbetracht meiner Single-Haushaltsmöglichkeiten kommt eh nur Handwäsche in Frage.

In den einschlägigen Foren scheiden sich die Geister, viele knallen die Sachen auch einfach mit dem Rest bei 60 Grad und Vollwaschmittel in die Maschine. Wie macht man’s richtig?

Danke!

Zwei Nachträge

Die letzten Tage (incl. Wochenenden) waren wieder etwas stressiger, weil sich Seminar-Vortrag, Projekt, Numerik-Aufgaben und meine Bachelor-Verteidigung auf engem Raum irgendwie in meinen Zeitplan pressen lassen mussten. Deshalb habe ich auch noch nichts über meine Verteidigung schreiben können — das möchte ich jetzt gern nachholen.

urkunde

Ich war schon ziemlich aufgeregt an meinem großen Tag, aber wie immer hat sich die Aufregung 10 Minuten vor dem Vortrag in eine professionelle Anspannung verwandelt, so dass ich sehr zufrieden sein kann mit meinem Vortrag. Am Ende hat sich all die Mühe wirklich gelohnt und ich habe die ersehnte 1.0 auf die Arbeit bekommen. Heute gab es dann auch Urkunde und Zeugnis, wenngleich ich das Zeugnis wieder abgeben musste aufgrund eines Schreibfehlers bei meinem Geburtsjahr. Die wollten mich glatt 5 Jahre älter machen!

tamron

Nachtrag Nummer 2 betrifft meinen Objektivpark: da gibt es jetzt einen wirklich dicken Brummer von Neuzugang. Das Objektiv mit dem wahrscheinlich längsten Namen aller auf dem Markt befindlichen Linsen, das Tamron SP AF 28-75mm F/2,8 XR Di LD Aspherical [IF] MACRO ist mein erstes wirklich gutes Autofokus-Zoom. Ich muss sagen, dass sich meine Vorurteile gegenüber modernen Zoom-Objektiven nicht bestätigt haben, es ist wirklich eine feine Linse. Keine Fokusdefekte (FF/BF), ein schönes Bokeh (und das nicht nur bei 2.8) und die solide Verarbeitung sorgen dafür, dass ich es schon jetzt in mein Herz geschlossen habe. Mit über 500 Gramm wiegt es genauso viel wie der Body und sorgt damit für ein sehr ausgeglichenes Gefühl beim Fotografieren. An das Zoomen muss ich mich noch gewöhnen, da bin ich eher konservativ und nutze die Schritte sehr diskret, so als hätte ich 3 FBs: 28/50/75. Erste Bilder gibt es natürlich im Fotolog, die letzten 3 oder 4 sind alle damit gemacht (sieht man auch in den EXIFs).

Es geht wieder

Am heutigen Montag funktioniert mein Zugang nun tatsächlich wieder — Herr Pocher (!) (dessen Namen ich dieses Mal besser verstand, obwohl immer noch genuschelt) hat auch extra vorhin um 22 Uhr nochmal angerufen, um sich zu vergewissern, dass wieder alles klappt.

Bei der Gelegenheit hab ich auch nochmal nachgefragt, was da gemacht werden musste. Um die zwei (!) defekten Verteiler auszutauschen, die schon 16 Jahre auf dem Buckel hatten, musste tatsächlich der Gehweg in der Wiesenstraße aufgehackt werden. Nach Austausch der Komponenten funktioniert wieder alles, ich bekomme zwar nicht wirklich die 20 MBit im Downstream, aber das war vorher auch nicht immer der Fall.

Trotz allem eine extrem schwache Leistung von KDG und vor allem auch dem Weimarer Immobilienservice, denn die haben es innerhalb von drei Tagen nicht geschafft, sich der Sache anzunehmen — erst die Firma aus Gotha hat es dann doch zügig hinbekommen. Alles in allem war ich fast 11 Tage offline, üble Sache.

Dokumentation einer Realsatire am Telefon

Mein Internet- und Telefonanschluss von Kabel Deutschland ist seit über einer Woche tot. Nach erschöpfender Herumtelefoniererei erreichte mich dann heute ein Anruf, der zum ersten Mal etwas Licht in die Sache bringt. KDG selbst weist jede Schuld von sich, das muss ein Techniker vor Ort machen, bei denen ist alles in Ordnung.

„Joah, hier iss <genuschelter Ostname> von <genuschelter Ostfirmenname> aus Gohdah im Ufftrach von Koabl Deudschlant… üsch ruf an weschn ihrn Indernet“

„Üsch schdeh hioar gerade an der Bellwedehrer Allee und happ moal durschgämässenä“

„Doa issn Fehloar angezeischd, nach Hunnertdreizen Medern! Das muss es sein, ganz kloar. Doa iss wouhl ein Verdeiler feuschd gewoardnä.“

— Und was heißt das jetzt?

„Na da müsse mer aufbuddeln und den Defekt behäbenä. Oawer das geht nüsch einfoch so, da muss die Stadt erscht gänähmigä!“

— Und muss ich da irgendwie zu einem Termin da sein?

„Näää, doas moch mer so. Doanke für ihr Värständnüs, oawer vor Mohndach oder Diensdach würt das nüscht, nä.“

Halleluja.