Musik-Empfehlung, die xy-te

trent

Durch Zufall bin ich am Samstag auf eine Aufzeichnung des Trentemøller-Auftritts beim letztjährigen Roskilde-Festival gestoßen. Trente-Liveaufnahmen sind eher rar, bzw. meist inoffiziell. Es gibt ein paar bestechend schöne Live-Mixes (Pure Future, BBC Radio 1 Essential z.B.), die aber tonqualitätsmäßig ziemlich dürftig sind.

Jetzt gibt es also eine kleine 4-Track-EP im iTunes Store (sogar als DRM-freie Plus-Version!) und da habe ich nicht widerstehen können, kostet auch nur 2.50 Euro. Die 4 Tracks gehören zu den bekanntesten und auch atmosphärisch schönsten und stammen größtenteils von „The Last Resort“. Absolut beeindruckend ist das Publikum, das bald völlig ausflippt, als die ersten Töne von „Miss You“ anklingen. Verständlich, ist ja auch ein Über-Lied.

Wer mal intelligente elektronische Musik ausprobieren möchte, mit viel Herz und Atmosphäre, ganz weit weg von Disco-Zappel-Musik, dem sei dieses kleine Album sehr empfohlen. Viel Spaß!

Mann, bin ich zur Zeit progressiv.

Gerade schaue ich die Statistiken von iScrobbler durch (ein schönes Programm, so nebenbei) und stelle fest, dass ich im letzten Monat extrem zum Prog (Rock/Metal) zurück gefunden habe. Die ersten vier Plätze der meistgespielten Bands sind deutlich:

  1. RPWL (210 Abspielungen)
  2. Riverside (123)
  3. Dream Theater (40)
  4. Porcupine Tree (33)
  5. Paradise Lost (30)
  6. Boysetsfire (28)
  7. Anathema (16)
  8. Lostprophets (15)
  9. Henrik Freischlader Band (11)
  10. Polarkreis 18 (11)

Insgesamt habe ich 2 Tage und 17 Stunden Musik gehört, 699 Titel. Somit habe ich fast 10% meiner Zeit musikhörend verbracht… und gefühlt war das eher ein musikarmer Monat. Gezählt wurde dabei übrigens nur die Musik, die ich von meinem MacBook aus gehört habe, die Zeit im Labor geht nicht mit in die Statistik ein. Ich bin gespannt, wie sich das noch so entwickelt.

Einfach nur träumen…

Polarkreis 18 — Under This Big Moon
(Youtube)

Das Video besteht aus aneinander gereihten Fotos, geht man von einer damals aktuellen 1D Mk. II aus (8.5 Bilder/sec), müssten das bei 240 Sekunden Video mal eben 2040 Bilder sein. Nicht schlecht!

Von diesem technischen Firlefanz mal abgesehen ist das Lied, genauso wie das dazugehörige Album, einfach zum Abheben gut.

Ich empfehle mal wieder was für die Ohren

Das Kraftfuttermischwerk — Eingang nach Draußen
(Kostenloser Download direkt beim Label [thinner])

Extrem elegante, intelligente, ansprechende elektronische Musik. Für mich ist das genau das richtige zum Lernen und Nachdenken, ich mag die Atmosphäre. Hintergründig und trotzdem nicht öde oder belanglos. Schön!

Einen Dank an Kristof, durch den ich darauf aufmerksam wurde.

Kleine Zeitreise

… 36 Jahre in die Vergangenheit, New York City:

The Band — Don’t You Do It
(Youtube)

Im Original von Marvin Gaye, der Mann hat einfach zuviele gute Songs geschrieben, unglaublich. The Who haben sich auch daran versucht, so bin ich berhaupt erst darauf gekommen. Ich mag die Lssigkeit und die Spielfreude, die die Herren an den Tag legen. Und es ist einfach ein guter, ein sehr guter Song.

Stichwort: Intelligente Elektronik.

Trentemller — Evil Dub, Moan
(Youtube)

Endlich dunkel, nass und kalt.

Die dunkle Jahreszeit verlangt nach dunkler Musik… entsprechend habe ich meinen iPod fr den Herbst gerstet und obwohl ich meistens ganze Alben hre, stelle ich mir gelegentlich ein paar Schnheiten in einer Playlist zusammen. Diese Ansammlung begeistert mich momentan ganz enorm:

herbst

Wie es sich fr einen freundlichen Menschen gehrt, habe ich Youtube-Videos zu den Songs verlinkt, sofern eine qualitativ ansprechende Version vorhanden ist. Ich mchte dringend das Tool-Video empfehlen, wie alle Videos dieser Band ein kleines Kunstwerk, skurril und verstrend.

Post aus England

nilrecurring

Heute erreichte mich endlich die schon vor einiger Zeit vorbestellte Nil Recurring von Porcupine Tree… ich darf nun eines von weltweit nur 5000 Exemplaren mein eigen nennen und bin schon ziemlich gespannt, das gute Stck zu hren.

Ludovico Einaudi

Die doch recht hufigen Ankndigungen im Klassik-Radio (wegen der beginnenden Konzertreihe) haben mich neugierig gemacht… und jetzt sitze ich hier mit dieser wundervollen Musik und bin etwas sprachlos. „Le Onde“ ist mein Einstieg in diese Welt der ganz, ganz zarten Tne.

Meine Anfangsbefrchtung, dass mich da Yann-Thiersen-Gedudel erwarten wrde, hat sich zum Glck nicht bewahrheitet, statt berladenem Kitsch schafft Einaudi es auch mit wenigen, leisen Tnen, eine unbeschreibliche Atmosphre zu schaffen.

Unten zum Lauschen „Passagio“, der vorletzte Titel auf dem Album („Le Onde“).

Ludovico Einaudi – Passagio
YouTube-Video

Edit: Die Qualitt ist zu gruselig, als das man da irgendetwas genieen knnte. Hier noch ein anderes Video, zwar ein anderes Album, aber es transportiert den Stil und die Atmosphre sehr gut:

Ludovico Einaudi – Divenire EPK
YouTube Video

Samstag vormittag…

Frhstck und Kaffee (erfreulicherweise mit unerwartetem Besuch und in reduziertem Tempo) waren sehr angenehm, die Sonne sagt aus Richtung Kchenfenster und Balkontr freundlich Hallo!, genau die richtige Stimmung fr zwei Hymnen:

Marvin Gaye – Let’s Get It On & Marvin Gaye – What’s Going On
(YouTube Videos)

Vom zweiten Song gibt es auch eine umwerfende Interpretation von Donny Hathaway (ein weiterer Kandidat in der langen Reihe viel zu frh aus dem Leben getretener Helden):

Donny Hathaway – What’s Going On
(YouTube Video)